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Waldleben - Lütten-Klein - Neubrandenburg? Lokale Verortung zum Auf- und Umbruch 1989 - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Workshop Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2019/20 SWS
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Rhythmus Studienjahr
Credits
Hyperlink  
Sprache deutsch
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Fr. 16:00 bis 18:00 Einzel am 15.11.2019   Brauer      
Gruppe [unbenannt]:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Brauer, Kai, Prof. Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Hochschule Neubrandenburg
Inhalt
Kommentar

Im Rahmen der von Prof. Brauer geleiteten Methodenwerkstatt zu Gemeindestudien behandeln wir anlässlich der Projektwoche ostdeutsche Lokalstudien, die am Wendepunkt der friedlichen Revolution 1989 ansetzen. Dazu konnten wir zwei prominente Soziologen gewinnen, die gemeinsam an besonderem Ort diskutieren.
Der Alltag ostdeutscher Gemeinden blieb für die westdeutsche Wahrnehmung auch nach der friedlichen Revolution weitgehend fremd. Der 1989 eingeleitete radikale Systemumbruch wurde eher aus größerer Distanz beschrieben: Während bald unzählige abstrakte theoretische und kurze journalistische Kommentare vorlagen, blieben präzise Beobachtungen lokaler Figurationen, Analysen konkreter Machtkämpfe und regionale Neuorientierungen kaum beachtet. Eine Ausnahme bietet die, unmittelbar nach der friedlichen Revolution in einer nordost-brandenburger Kleinstadt („Waldleben“) begonnene, Langzeitbeobachtung die Sighard Neckel 1999 publizierte. Bis heute oft missverstandene Dynamiken wechselseitiger Zuschreibungen, Kooperationen und Konflikte werden auf der Ebene der Gemeindestudie wesentlich verständlicher. Einen anderen Weg beschritt Steffen Mau mit seiner, jüngst erschienen, Beschreibung des Wandels anhand seines Lebensortes Lütten-Klein.
Inwiefern spielen lokalen Verortungen für Akteure eine stabilisierende Rolle, wenn mit 1989 zentrale Ordnungsmuster obsolet wurden? Können auch aktuelle politische Entwicklungen in Ostdeutschland auf diese Weise besser verstanden werden? Bietet die Vorstellung einer lokalen Heimat eine biographische Orientierung und Stabilität, inwiefern ist sie aber auch selber fragil? Darüber wird mit den Autoren zu diskutieren sein.
Eintritt ist frei. Wegen begrenzter Raumkapazität wird jedoch um kurze Anmeldung per email gebeten unter: se18123@hs-nb.de

Referent:
Prof. Dr. Steffen Mau, Humboldt-Universität zu Berlin und Prof. Dr. Sighard Neckel, Universität Hamburg

Moderation:
Prof. Dr. Kai Brauer, FB SBE

Literatur
  • Sighard Neckel: Waldleben. Eine ostdeutsche Stadt im Wandel seit 1989. Campus Verlag, Frankfurt am Main und New York 1999
  • Steffen Mau: Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2019

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2019/20 , Aktuelles Semester: SoSe 2020