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Präventive Mutter-Kind-Beratung (WP) - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 140604 Kurztext VMBE0604
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Rhythmus jedes 2. Semester Studienjahr 1
Credits
Hyperlink  
Sprache deutsch


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Hoffmann, Dagmar , Dipl.-Soz.-Päd. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Prüfungsversion
Beratung 3 - 3 2016
Zuordnung zu Einrichtungen
Fachrichtung Soziale Arbeit (B)
Inhalt
Kommentar

Es gibt wohl kaum einen weiteren Lebensabschnitt, in dem Eltern einerseits so offen und andererseits so bedürftig für die Unterstützung sind wie beim Übergang zur Elternschaft. (Ziegenhain, Bütow, Derksen, Fries 2006)
Durch frühe Beziehungsförderung insbesondere bei noch diskreten Warnzeichen in der Interaktion zwischen dem Säugling/Kleinkind und seinen Eltern geht es um die Vermeidung späterer Entwicklungs- und Verhaltensprobleme bei Kindern.
Präventive Beratungsangebote unterstützen Eltern, feinfühliger mit ihrem Kind umzugehen. Hierzu werden die Studierenden mit dem Konzept der Feinfühligkeit als erste Orientierung bei der Suche nach vorhandenen oder zu entwickelnden elterlichen Fähigkeiten auf der Ebene der Wahrnehmung und der entwicklungsangemessenen Interpretation der kindlichen Signale sensibilisiert. Die Beobachtung von Müttern und Säuglingen kann die Handlungsmöglichkeiten von Berater/innen in der präventiven Arbeit mit Eltern erweitern und gibt ihnen gleichzeitig die Chance, Beobachtungskompetenzen an Beispielen zu entwickeln, die sie nicht persönlich betreffen. Kein Programm, kein schriftlicher Plan oder Handbuch kann Mütter und Berater/innen lehren, feinfühlig auf die von Augenblick zu Augenblick eintretenden Veränderungen bei Säuglingen und Kleinkindern einzugehen. Stattdessen brauchen Berater/innen ein Repertoire von zwischenmenschlichen Fähigkeiten, von Beobachtungskompetenzen, die Bereitschaft über Probleme nachzudenken, und Vertrauen neue Ideen auszuprobieren – und die Beobachtung der Kinder, um zu sehen, wie sie darauf reagieren.
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung besteht in der genauen Beobachtung von videografierten Eltern-Kind-Interaktionen, die mit Hilfe der vermittelten entwicklungspsychologischen Grundlagen zur Interaktions- und Bindungsforschung in der frühen Kindheit interpretiert werden. Videoaufzeichnungen zu schauen eröffnet ihnen die Möglichkeit zu beobachten, ohne handeln zu müssen, es ermöglicht Analyse, Reflexion und die Entwicklung von Ideen, welche anderen Reaktionsmuster möglich sein könnten.

Literatur

Brisch, K.H. & Hellbrügge, Th. Hrsg. (2008) Wege zu sicheren Bindungen in Familie und Gesellschaft.
Stern, D. (2006) Tagebuch eines Babys.
Erickson, M. & Egeland, B. (2002) Die Stärkung der Eltern-Kind-Bindung.
Ziegenhain, U./ Fries, M./ Bütow, B./ Derksen, B. (2006) Entwicklungspsychologische Beratung für junge Eltern.
Crittenden, P. (2007) CARE-INDEX.


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2020/21 , Aktuelles Semester: SoSe 2021