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Kindheitspädagogik im Wandel zweier Gesellschaftsformationen - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Workshop Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext VXSBE
Semester WiSe 2019/20 SWS
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Rhythmus Studienjahr
Credits
Hyperlink  
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Mo. 12:00 bis 14:00 Einzel am 11.11.2019 Haus 1 (LG 1) - R 117 (Seminarraum), Haus 1 Nürnberg      
Gruppe [unbenannt]:
Zuordnung zu Einrichtungen
Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung
Inhalt
Kommentar

Ein Markierer der Veränderung des Erzieherinnenberufes ist die radikale Veränderung aller gesellschaftlichen Bedingungen durch die Auflösung des Staates der DDR. In den Jahren 1989/1990 vollzog sich auf dem Gebiet der ehemaligen.
DDR ein radikaler gesamtgesellschaftlicher Umbruchs- und Neugestaltungsprozess. In Folge der am 3. Oktober 1990 übernommenen Gesetze und Strukturen der Bundesrepublik Deutschland kam es dabei auch zu einem radikalen Institutionentransfer und institutionellen Wandel im Sozial- und Bildungswesen in Ostdeutschland. Bezogen auf die Kindergärten hieß das, dass sich durch die veränderten gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen sowohl ein Institutionentransfer – beispielsweise in Gestalt der Entstehung der Jugendämter – als auch ein institutioneller Wandel der jeweiligen Einrichtung – beispielsweise in Gestalt der Übernahme von Einrichtungen durch freie Träger – vollzog. Für die in der DDR ausgebildeten und dort ihren Beruf ausgeübt haben - den Krippenerzieherinnen und Kindergärtnerinnen entstanden Irritationen in verschiedener Hinsicht:
Die staatliche Anerkennung als Erzieherin in der Bundesrepublik Deutschland musste von Krippenerzieherinnen und Kindergärtnerinnen der ehemaligen DDR in einer Anpassungsqualifikation formal erworben werden. Das Menschenbild, das der Pädagogik der DDR zu Grunde lag, sowie die Ideologisierung und die Kontrolle der Einrichtungen zu DDR–Zeiten wurden in ihrer Auswirkung auf die grundlegenden Orientierungen der ehemaligen DDR-Krippenerzieherinnen und Kindergärtnerinnen allerdings kaum diskutiert. Diese Orientierungsauswirkungen führten in der neuen Gesellschaftsordnung natürlich bei vielen in der Elementarpädagogik Tätigen zu enormen Irritationen, die durch den Druck zum Orientierungswandel verstärkt wurden. Nach kurzer Zeit kamen dann noch existenzielle Bedrohungen durch Einrichtungsschließungen und Entlassungen – dies bedingt nicht nur durch finanzielle Engpässe, sondern auch durch den Rückgang der Geburtenzahlen – auf die Berufsgruppe zu.
Im Gegensatz zum Institutionentransfer ist eine Veränderung der beruflichen Identität der Erzieherinnen – zu der das Bild vom Kind und das Selbstbild einer Pädagogin gehören – nicht mittels administrativer Vorgaben herbeizuführen. Der Veränderungsprozess des beruflichen Selbstbildes der Erzieherinnen kann nur in die jeweiligen Berufs- und Lebensgeschichte sowie in deren Kontextbedingungen eingebettet vollzogen werden. Dieser Veränderungsprozess wird anhand von biografischen Erzählungen dargelegt werden. Im Anschluss können Fragen diskutiert werden.

Referentin:
Prof.'in Dr.'in Claudia Nürnberg, FB SBE


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Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2019/20 gefunden: